Arbeit 2020 in NRW – Arbeit in der Industrie der Zukunft mitgestalten, Betriebsräte für Innovationsprozesse stärken

In nahezu allen industriellen oder industrienahen Wertschöpfungsprozessen wirken neue digitalisierte Vernetzungen (Industrie 4.0-Lösungen), Robotik und weitere neue Technologien auf Umfang, Art und Organisation von Arbeit.

Das landesweite, ESF-geförderte Gemeinschaftsprojekt von IG Metall NRW, IG BCE Nordhein, NGG NRW und DGB NRW "Arbeit 2020 in NRW" zielt darauf ab, Betriebsräte in die Lage zu versetzen, die technologisch induzierten Entwicklungen in ihren Betrieben zu erkennen und mitzugestalten, um nachteilige Wirkungen für die Beschäftigten zu verhindern oder abzufedern bzw. positive Wirkungen zur Geltung kommen zu lassen.

Der Bedarf an Unterstützung und Analyse der mit Digitalisierung und Vernetzung eingeleiteten Veränderungen in den Betrieben ist hoch. Das Projekt liefert Beispiele, wie der digitale Wandel als gemeinsame Aufgabe von Unternehmensleitungen und Interessenvertretung angegangen werden kann.

Zum Einsatz kommt dabei auch die von SUSTAIN CONSULT im Jahr 2015 entwickelte Betriebslandkarte. Sie diente zunächst dazu, die Unterschiedlichkeit der Auswirkungen eines technologischen Wandels (z.B. der durch die LED-Technologie angestoßene Transformationsprozess in der Leuchtenindustrie) in verschiedenen Unternehmensbereichen aufzuzeigen, zu verstehen und passende Gestaltungsansätze zu erarbeiten.

Mit der IG Metall NRW wurde das Instrument für die Bearbeitung des Themas „Industrie 4.0“ im Rahmen des durch Landesregierung in NRW geförderten und von IG Metall NRW, IG BCE Nordhein, NGG NRW und DGB NRW durchgeführten Projektes „Arbeit 2020 in NRW“ weiterentwickelt.

Die Betriebslandkarte rückt damit die durch Industrie 4.0 angestoßenen Veränderungsprozesse in den Fokus - ganzheitlich-soziotechnisch und nach Unternehmensbereichen differenziert. In Workshops analysieren Betriebsräte, Spezialisten und Führungskräfte aus den einzelnen Unternehmensbereiche gemeinsam die Frage, wie sich sowohl die Arbeit als auch die Organisation durch die digitalen Technologien verändern.

  • Technik-Perspektive: Welche digitalen Technologien werden heute eingesetzt? Welche Technologien kommen möglicherweise zukünftig?
  • Perspektive Beschäftigte & Arbeit: Wie verändert sich das Beschäftigungsvolumen durch die digitalen Technologien? Was verändert sich mit Blick auf die Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten?Wie verändern sich die Arbeitsbedingungen (Belastung, Arbeitszeit, etc.)?
  • Organisationsperspektive: Wie verändern sich durch die digitalen Technologien Prozesse und Abläufe eines Unternehmensbereiches bzw. bereichsübergreifend?

Auf Basis der Gespräche und Workshops werden dann zum einen die gewonnenen Erkenntnisse bildlich in Form der Betriebslandkarte komprimiert dargestellt. Zum anderen werden praktische Schritte ermittelt, um Industrie 4.0 und gute Arbeit 4.0 umzusetzen - für Unternehmen wie Beschäftigten.

Im Zuge des Projektes Arbeit 2020 ist die Erarbeitung einer Betriebslandkarte ein zentraler Schritt im Zuge einer längeren Prozessbegleitung durch die beteiligten Gewerkschaften sowie SUSTAIN CONSULT als Beratungseinrichtung. Dieser Prozess ist bislang in zwei Broschüren beschrieben worden:

Industrie 4.0 im Betrieb gestalten - Das Projekt „Arbeit 2020 in NRW“ (2017)

Arbeit 4.0 fair gestalten - Die Betriebslandkarte im Rahmen des Projektes „Arbeit 2020 in NRW“

Mehr über das Projekt: www.arbeit2020.de

Ansprechpartnerin::
Inger Korflür
korfluer@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 16

 

 

Kompetenz und Innovation

Viele Betriebsräte erleben in ihren Unternehmen Diskussionen um Standort- verlagerungen, Outsourcing oder Leiharbeit – zu Lasten der eigenen Arbeits- plätze im Betrieb. Oftmals scheint es keine Alternativen mehr zu Kostensenkung, Rationalisierung und Arbeitsplatzabbau zu geben, und oftmals ist dieser Eindruck falsch. An dieser Stelle setzt die IG Metall Nordrhein-Westfalen an: Unter dem Motto „besser statt billiger“ sucht sie gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten nach Alternativen. Innovative Konzepte zur Sicherung von Arbeit und Einkommen bedeuten dabei auch neue Anforderungen an das Handel der Betriebsräte: Eine aktive Rolle bei der Suche und Umsetzung neuer Lösungswege zur Sicherung von Wertschöpfung und Beschäftigung im eigenen Betrieb erfordert neue Kompetenzen und Argumente.

Hierbei können neue Partner helfen, z.B. aus der Wissenschaft. Dies ist der Ansatz von „Kompetenz und Innovation“, ein Kooperationsvorhaben der IG Metall-Bezirksleitungen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das Projektziel: Betriebsräte und Wissenschaftler entwickeln gemeinsam Strategien, mit denen sich im Betrieb Innovationen fördern und Beschäftigung vorausschauend sichern lassen. Präventives Handeln steht dabei im Zentrum, damit Betriebe erst gar nicht in schwierige Situationen und Krisen geraten.

SUSTAIN CONSULT ist zusammen mit dem Institut Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen (IAQ) beauftragt, die einzelnen Arbeitsschritte gemeinsam mit der IG Metall Nordrhein-Westfalen zu bearbeiten. Im Zentrum stehen dabei die Organisation des Dialoges zwischen Betriebsräten und Wissenschaftlern, z.B. im Rahmen gemeinsamer Workshops, sowie die Anwendung der Erkenntnisse im Betrieb.

Die bisherigen Erfahrungen aus „Kompetenz und Innovation“ zeigen, wir fruchtbar der Dialog zwischen Betriebsräten und Wissenschaftlern sein kann, wenn es darum geht, Konzepte für den Erhalt und den Aufbau von industriellen Arbeitsplätzen zu finden. Und gleichzeitig funktioniert der Transfer auch in die andere Richtung: Die beteiligten Betriebsräte bereichern die wissenschaftliche Arbeit als „mitforschende“ Akteure durch ihr praktisches betriebsbezogenes (Erfahrungs-)Wissen.

Weitere Informationen: www.nrw.kompetenz-innovation.de

Ansprechpartnerin:
Inger Korflür
korfluer@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 16

ARIBERA - Ausbildung zum betrieblichen Innovationspromoter

Zusammen mit der IG Metall hat SUSTAIN CONSULT die Ausbildung konzipiert. Unsere Erfahrung: Die Anforderungen, denen sich Betriebsräte heute ausgesetzt sehen, können nicht mehr allein durch den Besuch speziell auf sie zugeschnittener Seminarreihen erfüllt werden. Vielmehr ist ein sehr ganzheitlicher Entwicklungsprozess gefordert: klassisches Betriebsratswissen wird kombiniert mit Fach-Know-how in Sachen Unternehmensführung (Innovation, Produktionssysteme, besser-statt-billiger) wie in methodischer Hinsicht (z.B. Kommunikation, Gesprächsführung). Wichtig erscheint uns aber auch eine Auswertung von betrieblichen Erfahrungen vor dem Hintergrund der mit der Belegschaft verabredeten Ziele und Werte (Kollegiale Beratung). Die Möglichkeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr eigenes Verhalten im Unternehmen zu reflektieren und stetig zu verbessern gewinnt immer mehr Bedeutung und Raum (Coaching).

Eines wird dabei immer klarer: In Zukunft geht es um mehr als Seminare und Seminarorte. Es geht um das richtige Zuhause für die Lernprozesse der Zukunft.

Ansprechpartnerin:
Inger Korflür
korfluer@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 16

Förderung der Ausbildungsfähigkeit

Angesichts der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen mit geeigneten Bewerber/innen stehen Unternehmen heute mehr denn je vor der Herausforderung dem prognostizierten Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Tarifvertrag zur Förderung von Ausbildungsfähigkeit (TV FAF) bietet Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in NRW die Möglichkeit, ihre Ausbildungsstellen mit geeigneten Nachwuchskräften zu besetzen und so den Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Gleichzeitig erhalten Jugendliche durch den TV FAF eine Chance auf Ausbildung: Schulabgänger/innen und Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag erhalten die Möglichkeit, sich in einer maximal 12monatigen Förderphase auf die Ausbildung in Metall- und Elektroberufen vorzubereiten. Sie werden mit den betrieblichen Abläufen vertraut gemacht und erhalten so einen Einstieg in ihre Berufsausbildung.

Bei der Umsetzung dieser tarifvertraglichen Möglichkeiten in der Praxis werden die Tarifvertragspartner nun vom Bielefelder Verein zur Förderung der Berufsausbildung Dr. Heinz Potthoff e.V. und SUSTAIN CONSULT unterstützt: Unternehmen werden bei der Schaffung der betrieblichen Voraussetzungen für eine Ausbildungsvorbereitungsphase beraten. Um Frage- und Problemstellungen in der Förderphase zu erörtern und mögliche Verbesserungspotenziale zu nutzen, werden regelmäßige Dialogveranstaltungen zum Erfahrungsaustausch initiiert.

Die Umsetzung des Tarifvertrags zur Förderung von Ausbildungsfähigkeit bietet Unternehmen eine gute Chance, ihren Fachkräftenachwuchs selber zu sichern und dem prognostizierten Fachkräftemangel etwas entgegen zu setzen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die Förderung von Jugendlichen hin zur Ausbildungsreife für alle Seiten lohnt: Auf der einen Seite stehen dem Unternehmen nach der Ausbildungsvorbereitungsphase motivierte und engagierte Auszubildende zur Verfügung - auf der anderen Seite gelingt Jugendlichen der Übergang von der Schule in ein Unternehmen mit der Perspektive auf eine anerkannte Berufsausbildung.

Kontakt:
Birgit Timmer
+49 (0) 231 - 981 285.12
timmer@sustain-consult.de

Thomas Gebauer
+49 (0) 231 - 981 285.15
gebauer@sustain-consult.de

Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie

Der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie, die Sozialpolitische Ar- beitsgemeinschaft der Deutschen Zementindustrie und der Verein Deutscher Zementwerke sowie die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt und Bergbau, Chemie, Energie haben die Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie ins Leben gerufen. Mit der Initiative soll das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Branche verankert und der Dialog über das Verhältnis zwischen wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Entwicklung gefördert werden.

SUSTAIN CONSULT wurde von den Sozialpartnern mit der Koordination der Initiative beauftragt. Im Zentrum stehen die Durchführung von Kommunikationsveranstaltungen und die Entwicklung von Projekten zu solchen Handlungs- feldern, die für die nachhaltige Entwicklung in der Zementindustrie von besonderer Bedeutung sind. Wichtige sind dabei z.B. der Ausgleich zwischen Roh- stoffgewinnung und Naturschutz, der Einsatz von Roh- und Brennstoffen, Transport und Logistik sowie die Qualifizierung der Beschäftigten.

Die Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie ist die erste branchenweite Zusammenarbeit der Sozialpartner dieser Art auf dem Feld der Nachhaltigkeit und hat mittlerweile viel Resonanz erfahren – so wurde sie z.B. auf Einladung der Bundesregierung von SUSTAIN CONSULT beim UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 in Johannesburg präsentiert. Der Dialog mit Vertretern aus Politik und Verwaltungen, Wissenschaft und Interessenverbänden bestätigt immer wieder den Ansatz der sozialpartnerschaftlichen Zusammenarbeit für die nachhaltige Entwicklung.

Weitere Informationen: www.initiative-nachhaltigkeit.de

Ansprechpartner:
Ralf Löckener
loeckener@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 11

Aluminiumprodukte und Ressourceneffizienz: Sozialpartnerschaftliche Initiative mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums

Eine möglichst hohe Ressourceneffizienz nutzt der Umwelt, fördert die Wettbewerbsfähigkeit und sichert Beschäftigung. Dies gilt insbesondere heute angesichts hoher Rohstoff- und Energiekosten. Vor diesem Hintergrund haben der Gesamtverband der Aluminiumindustrie und die IG Metall zu Anfang 2008 eine sozialpartnerschaftliche Initiative zur Steigerung der Ressourceneffizienz von Aluminiumprodukten gestartet. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesumweltministerium um Rahmen des "Netzwerkes Ressourceneffizienz".

Auf Initiative der Sozialpartner und im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung entwickelt SUSTAIN CONSULT Ansatzpunkte zur Steigerung der Ressourceneffizienz in der Herstellung und Nutzung von Aluminiumprodukten. Hierzu dient unter anderem eine Befragung von Experten, Unternehmensleitungen und Betriebsräten in den Unternehmen. Einen besonderen Stellenwert haben die Beschäftigten im Zuge des Projektes: Sie beeinflussen die Ressourceneffizienz von Aluminiumprodukten sowohl in Herstellung wie auch – in ihrer Eigenschaft als Konumenten – in der Nutzungsphase und werden deshalb von SUSTAIN CONSULT über eine schriftliche Befragung in die Initiative einbezogen. Am Projekt beteiligt sind auch das Center for Sustainable Consumption and Production und das Wuppertal Institut.

Die Ressourceneffizienz  von Produkten unterliegt vielen Einflüssen: So spielen beispielsweise technischer Fortschritt in Produktionsprozessen und Produktdesign, das Investitionsverhalten der Hersteller, die Vermeidung von Abfällen im Produktionsprozess und nicht zuletzt das Nutzungsverhalten durch Anwender und Konsumenten von Produkten eine Rolle. So vielfältig wie diese Einflüsse sind auch die Ansatzpunkte zur Steigerung der Ressourceneffizienz sowie die Beteiligten, die daran mitwirken müssen. Eine gemeinsame Initiative von Industrie und Gewerkschaft mit Unterstützung der Politik bietet hierzu die beste Voraussetzung.

Weitere Informationen: www.aluminium-ressourceneffizienz.de

Ansprechpartner:
Ralf Löckener
loeckener@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 11

Regelungen zum Emissionshandel

Zum Beginn des Jahres 2005 beginnt in der Europäischen Union der Handel mit Zertifikaten für CO2-Emissionen, um die Zielvorgaben des Kyoto-Protokolls umzusetzen. Die Grundlagen hierfür bilden in Deutschland das Treibhaus- gasemissionshandelsgesetz und das Zuteilungsgesetz sowie der Nationale Allokationsplan – hier wurden durch den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung Minderungsziele für den CO2-Ausstoß, die Zuteilung von kostenlosen Emissionsrechten sowie die Regeln für den Handel mit den Emissionszertifikaten festgelegt.

Neben der Energiewirtschaft und verschiedenen anderen Industriebranchen nehmen auch Anlagen zur Roheisen- und Oxygenstahlerzeugung am Emissionshandel teil. Vor diesem Hintergrund hat SUSTAIN CONSULT im Auftrag der Thyssen Krupp Stahl AG und der IG Metall die möglichen Auswirkungen auf Produktion und Beschäftigung in der deutschen Eisen- und Stahlindustrie untersucht. Darauf aufbauend entwickelte SUSTAIN CONSULT Vorschläge für Emissionshandelsregeln, die in der Eisen- und Stahlerzeugung sowohl wirksame Anreize zur CO2-Minderung setzen wie auch gleichzeitig Wettbewerbsnachteile und damit eine Gefährdung von Arbeitsplätzen vermeiden. Die Ergebnisse wurden schließlich mit dem Bundesumweltminister sowie anderen politischen Entscheidungsträgern diskutiert und sind auf diese Weise in die Ausgestaltung der Emissionshandelsregeln in Deutschland eingeflossen.

Erst eine detaillierte Betrachtung von technischen Strukturen, von Potenzialen zur CO2-Minderung und der bestehenden Wettbewerbsverhältnisse ermöglicht eine zielführende und Ausgestaltung von Emissionshandelsregeln – sowohl im Sinne wirksamer Anreize zur Emissionsminderung wie auch zur Vermeidung über- flüssiger Risiken für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze. Ein solcher integrierter Zugang ist für die Entwicklung von nachhaltigen Lösungen unab- dingbar, im politischen Entscheidungsprozess aber auch heute noch keine Selbstverständlichkeit.

Ansprechpartner:
Ralf Löckener
loeckener@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 11

Arbeit durch Innovation

Viele Betriebsräte sehen sich in ihren Unternehmen derzeit mit Diskussionen um Tarifabweichungen, Outsourcing oder Standortverlagerungen konfrontiert. Oft entsteht der Eindruck, es gebe keine Alternativen mehr zu Kostensenkung, Rationalisierung und Arbeitsplatzabbau. An dieser Stelle setzt die IG Metall Nordrhein-Westfalen unter dem Motto „besser statt billiger“ an: Gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten sucht sie nach Auswegen aus dieser Situation – mit einigem Erfolg. Dabei wird deutlich: es gibt in vielen Betrieben zu den oben aufgeführten Maßnahmen gewinnbringende Alternativen – und zwar für beide Betriebsparteien:

  • Beispiel Entwicklungsperspektive: Innovationen sichern eine dauerhafte Rentabilität oft viel besser als ausschließliche Rationalisierungen.

  • Beispiel Kostensenkung: Verbesserungsprozesse können größere Einspar-Effekte als Tarifabweichungen haben.

  • Beispiel Unternehmenskultur: Motivation durch Beteiligung der Belegschaften eröffnet Möglichkeiten, die durch Lohndumping verstellt werden.

Ein wichtiger Baustein für die Umsetzung von „besser statt billiger“ ist das landesgeförderte Projekt „Arbeit durch Innovation“, in dessen Rahmen SUSTAIN CONSULT die IG Metall NRW berät. Dieses Projekt sucht in den Betrieben der Metall- und Elektrowirtschaft Nordrhein-Westfalens branchen- und themenbezogen nach den erforderlichen „Besser-Wegen“. Mit diesen „Besser-Wegen“ kann die Entwicklung von Unternehmen zukunftsorientiert und im Ausgleich zwischen den Interessen der Beschäftigten und der notwendigen Wirtschaftlichkeit bewerkstelligt werden. So vielfältig wie die erforderlichen Lösungen sind dabei auch unsere Arbeitswege: SUSTAIN CONSULT erkundet in Gesprächen mit Betriebsräten und betrieblichen Experten solche Lösungsansätze, stellt gelungene Lösungsansätze als „Besser-Beispiele“ dar, an denen sich andere Unternehmen orientieren können, baut Branchen- und Diskussionszusammenhänge für Betriebsräte auf, moderiert Dialog-veranstaltungen und vertiefende Workshops, erstellt Handlungshilfen und Branchenreports und betreut das Internetportal zum Projekt.

Weitere Informationen: www.arbeit-durch-innovation.de

Ansprechpartnerin:
Inger Korflür
korfluer@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 16

Der Qualitätszirkel Marl: Kommunale Initiative für nachhaltige Bildung

Die Bürgermeisterin der Stadt Marl und der Deutsche Gewerkschaftsbund haben die Initiative Qualitätszirkel Marl ins Leben gerufen. Ziel des Qualitätszirkels Marl ist die Verbesserung der Bildungsbeteiligung und -qualität in Marl. Das Bündnis zwischen örtlichen Unternehmen, Bildungseinrichtungen, der Stadt Marl und Gewerkschaften will auf kommunaler Ebene eine Antwort auf die Defizite im Schulsystem geben. Die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ist schließliche eine besonders wichtige gesellschaftliche Aufgabe und hat große Bedeutung für die Wirtschaft, die z.B. keine geeigneten Bewerber für Ausbildungsplätze finden. Vor diesem Hintergrund engagieren sich auch Unternehmen wie die Degussa AG und die Deutsche Steinkohle AG in der Initiative.

SUSTAIN CONSULT wurde von den Initiatoren mit der Beratung und Begleitung des Qualitätszirkels Marl beauftragt. Im Zentrum stehen dabei die Netzwerkorganisation, die Unterstützung und das Coaching der Akteure sowie die Entwicklung von Kooperationsprojekten. Die Arbeit orientiert sich an der Bildungsbiographie und richtet sich gleichermaßen auf Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Schulen der Sekundarstufen I und II, Berufsschulen und Berufskollegs. SUSTAIN CONSULT hat auch die Gründung des Fördervereins Naturwissenschaftliche Bildung Marl e.V., mit dem Projekte finanziell unterstützt werden, beraten und engagiert sich im Vereinsvorstand.

Der Qualitätszirkel Marl ist eine wegweisende Initiative, die zur Verbesserung des Bildung auf die Beteiligten vor Ort setzt und diese in einem Netzwerk zielgerichtet zusammenbindet. Die bisherigen Ergebnisse bestätigt diesen Ansatz. Beispiel vorschulische Erziehung: Die flächendeckende Einführung von naturwissenschaftlichen Experimenten in Marler Kindertageseinrichtungen, eine ergänzende naturwissenschaftliche Schulung der Erzieher/innen, Planung und Bau eines Baumhauses in einer Kindertageseinrichtung und die Kooperation mit der Musikschule Marl zur frühkindlichen Musikerziehung dokumentieren die ganz praktischen Möglichkeiten, die sich durch die Zusammenarbeit vor Ort bieten.

Ansprechpartnerin:
Birgit Timmer
timmer@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 12