02.12.16 14:29 Alter: 1 Jahr(e)

Auswirkungen der Energiewende auf die Beschäftigung in Baden-Württemberg untersucht


Die Energiewende wirkt positiv auf die Zahl der Arbeitsplätze und die Qualität der Arbeit, wie eine Studie von SUSTAIN CONSULT und GWS zeigt.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden von den Auftraggebern Franz Untersteller (Umwelt- und Energieminister des Landes Baden-Württemberg) und Nikolaus Landgraf (Vorsitzender des DGB Bezirkes Baden-Württemberg) sowie von Ralf Löckener (SUSTAIN CONSULT) und Ulrike Lehr (GWS) am 28.11.2016 vorgestellt. Die Studie zeigt, dass die Energiewende insgesamt positive Auswirkungen auf die Beschäftigung in Baden-Württemberg hat, und zu erheblichen Veränderungen der Arbeitswelt im Zusammenhang mit der Energieversorgung, der Herstellung von Energietechnik und dem Energieeinsatz in Immobilien und Unternehmen führt.

Insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudesektor bieten große Chancen für die Beschäftigung. "Gut jeder 100. Arbeitsplatz im Land hängt mit der Energiewende zusammen. Das ist ein guter Wert, aber sein Potenzial schöpft Baden-Württemberg damit nicht aus. Vor allem in das Geschäftsfeld der Energieeffizienz und der Ressourceneffizienz setzen wir große Hoffnung mit Blick auf künftige Beschäftigungswirkungen. Dass wir das zurecht tun, bescheinigt uns auch die Studie von GWS und Sustain Consult", fasst Umweltminister Franz Untersteller zusammen.

Neben den quantitativen Effekten wurden in der Studie auch die Veränderungen untersucht, die sich durch die Energiewende für die Arbeit in qualitativer Hinsicht ergeben. Dabei geht es z.B. um veränderte Arbeitsformen, erforderliche Qualifkationen, die Arbeitsbelastung oder die Interessenvertretung durch Betriebsräte und Gewerkschaften. Solche qualitativen Effekte der Energiewende in der Arbeitswelt wurden damit überhaupt das erste Mal systematisch und gründlich untersucht.

Dass in diesen Punkten Handlungsbedarf besteht, hob der DGB-Landesvorsitzende Nikolaus Landgraf hervor: "Die Studie zeigt die notwendigen Handlungsfelder auf: von der Qualifizierung der Beschäftigten über einen verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Stärkung der Interessenvertretung bis hin zu einer aktiven Industriepolitik für die untersuchten Branchen. Hier sind die Arbeitgeber gefordert, ebenso wie die Politik, den Veränderungsprozess sozial zu gestalten. Das Ziel muss gute Arbeit für alle Beschäftigten sein."

Die Studie, deren Erstellung von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde, kann auf der Website des Umwelt- und Energieministeriums als PDF-Datei heruntergeladen werden: http://um.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/studie-zu-den-auswirkungen-der-energiewende-belegt-chancen-fuer-arbeitsplaetze-durch-umbau-des-energ/

Ansprechpartner:

Ralf Löckener
loeckener@sustain-consult.de
T: +49 (0)231 - 981 285 11

Birgit Timmer
timmer@sustain-consult.de
T: +49 (0) 231 - 981 285 12


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